Gesundheit



Peter Sutter | M.Sc. | Vitalstoffberater

Jeden Tag vollbringen unsere Augen Höchstleistungen. Wir betreiben mit den
Augen sozusagen Spitzensport! Der komplexe Aufbau und die Sensibilität der
Augen ermöglichen uns ein gutes Sehen. Ab dem 40. Lebensjahr beginnt die
natürliche Sehkraft altersbedingt bei den meisten langsam nachzulassen.
Deshalb sollten wir rechtzeitig vorbeugen, um den Erhalt der Sehkraft zu
unterstützen. Dabei ist es wichtig, schädigende Belastungen zu vermeiden und
die Augen mit den wichtigen notwendigen Mikronährstoffen zu versorgen.
Besonders wichtig sind jene Nährstoffe, die der Körper nicht selber bilden
kann, wie zum Beispiel für das Auge die Carotinoide: Lutein und Zeaxanthin.

Geheime "Helferlein", die sogenannten Vitalstoffe, die für unseren Körper
sehr nützlich sind, finden wir in natürlichen Produkten, in sonnengereiften
Früchten und Gemüse. Diese Vitalstoffe sind z.B. sekundäre Pflanzenstoffe,
Vitamine, Fettsäuren, Aminosäuren und Mineralien und kommen in der Natur
ausgewogen kombiniert vor. Solche Stoffe können Defizite im
Stoffwechselhaushalt optimal ausgleichen.

Die besonders wichtigen Schutzstoffe der Netzhaut Lutein und Zeaxanthin, die
zur Gruppe der Carotinoide gehören, beinhaltet die menschliche Makula in
einer sehr hohen Konzentration. Die „Makula“, auch gelber Fleck genannt, ist
die Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut. Nur in diesem kleinen
Areal herrscht eine Sehkraft von 100%. Ein paar Grad daneben fällt die
Sehleistung rapide ab. Sie ist nur 1,5 Quadratmillimeter groß und hat einen
hohen Anteil an Pigmenten. Die Stoffe Lutein und Zeaxanthin gewinnen
zunehmend an Interesse, da sie möglicherweise bei bestimmten Formen von
retinalen Degenerationen, und hier insbesondere bei der altersabhängigen
Makula-Degeneration (AMD), eine schützende Wirkung haben.

Für das gesunde Auge gilt es, ein Leben lang darauf zu achten und
Schutzstoffe über eine gesunde Ernährung aufzunehmen. Menschen jenseits des
50. Lebensjahres leiden häufig an einer Makula-Degeneration - etwa jeder
Fünfte ab 65 und jeder Dritte über 80 ist betroffen. Bei den Erkrankten
bildet sich in der Mitte des Sehfeldes ein grauer Fleck. Linien können
unscharf und gekrümmt erscheinen. Schlecht für die Augen ist Rauchen und
Übergewicht. „Das Risiko für eine Makula-Degeneration ist bei Vielrauchern
dreifach höher.

Mehrere Studien ergaben, dass der Verlauf der Makula-Degeneration (AMD) mit
richtiger Ernährung verlangsamt werden kann. Beispiel Omega-3-Fettsäuren:
„In den USA ist 2011 erstmalig gezeigt worden, dass es wahrscheinlich
wirklich so ist, dass Menschen, die jahrzehntelang sehr viel Fisch
konsumieren, ein wesentlich geringeres Risiko haben für die Entwicklung
einer Makula-Degeneration“.

„Obst und Gemüse wirken gesundheitsfördernd“

Lutein und Zeaxanthin haben antioxidative Eigenschaften, schützen unsere
Augen vor den schädlichen freien Radikalen. Sie kommen in natürlicher Form
in Obst und Gemüse (wie z.B. Tomaten, Paprika, Mais, Orangen, Melonen,
Grünkohl, Brokkoli, Erbsen, Spinat usw.) vor.

Lutein und Zeaxanthin können nicht vom menschlichen Körper selber gebildet
werden, deshalb müssen wir sie über unsere Nahrung aufnehmen - sie sind
sozusagen essentiell. Um die beste Aufnahme (Bioverfügbarkeit) zu
gewährleisten, sollte Gemüse schonend gekocht und mit etwas Öl zubereitet
werden.

Für die Erhaltung und Förderung der Sehkraft sowie für die allgemeine
Gesundheit ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung sowie Bewegung besonders
wichtig.


„Ernährung ist nicht der alleinige Faktor“


Allerdings darf der Einfluss der Ernährung auf die Augengesundheit nicht
überschätzt werden. Ernährung ist nicht der alleinige Faktor, sie schützt
nicht vor allen Augenleiden. Bei der Makula-Degeneration spielt der
genetische Faktor zusätzlich eine große Rolle! Es gibt Augenerkrankungen,
die weitgehend unabhängig vom Ernährungsverhalten auftreten. Für
Vorsorgeuntersuchungen und bei Augenleiden ist es unbedingt empfehlenswert,
einen Augenarzt aufzusuchen.

Peter Sutter | M.Sc. | Vitalstoffberater